Die Schuhe des Magiers




Der Magieweltmeister Tony Rei ist einer der
bedeutendsten deutschsprachigen Zauberer
und Illusionisten. Sogar das altehrwürdige
Burgtheater greift gerne auf die Erfahrung
des Showprofis beim Einsatz von Tricks und
Spezialeffekten zurück.
Zu Schuhen aus der Werkstätte Näumayr hat
der Magier eine ganz besondere Beziehung.


Tony Rei, warum brauchen Sie orthopädisches Schuhwerk, und wie ist es gekommen, dass Ihre Wahl
gerade auf die Werkstätte Näumayr gefallen ist?
Nach einem Autounfall vor etwa 25 Jahren brauchte ich spezielle Schuhe, die außen um dreieinhalb
Zentimeter höher sind; um genau dieses Maß war mein Fuß kürzer. Ich wollte aber Schuhe, die nicht wie übliche
orthopädische Schuhe aussehen, sondern wie ganz normale Schnürschuhe. Ich habe mich dann bei einigen
Werkstätten umgesehen. Günter Näumayr hat mich von Anfang an überzeugt.


Zauberer sind Bühnenkünstler, auch ihr Outfit steht im Scheinwerferlicht.
Selbst scheinbare Nebensächlichkeiten wie die Schuhe bestimmen die Gesamtwirkung mit. Und bei einem
Bühnenkünstler dürfen, ja sollen, manche Details durchaus auffälliger sein. Und Künstler haben ohnehin
einen gewissen Hang zur Extravaganz. Deswegen stimme ich Kleidung und Schuhe sorgfältig aufeinander ab.
Wenn ich schwarze Kleidung trage, wähle ich rote Schuhe. Zu gelbem Sakko und gelber Krawatte trage ich
auch gelbe Schuhe; manchmal trage ich einen orangefarbenen Pullover und blaue Jeans, dazu ziehe ich auch
orange Schuhe an.


Welche Rolle spielt für Sie die handwerkliche Qualität?
Ich habe ein großes Faible für solides Handwerk. Meine Kleidung trage ich, aber die Schuhe tragen mich, deshalb
nur das Beste direkt von Günter Näumayr. Das Bewusstsein, in Schuhen zu stehen, die in vielen Stunden
traditioneller Handwerksarbeit entstanden sind, ist etwas Besonderes. Ich sehe sogar eine Parallele zwischen
einem Schuhmacher und einem Zauberer: Beide schaffen mit der Geschicklichkeit ihrer Hände ein Produkt,
ein Erlebnis, das dem Träger eines Schuhes bzw. dem Publikum viel Freude macht.

Der Arzt als Golfer





Dr. Ewald Sedmik ist Arzt für Allgemeinmedizin
in Wien. Der engagierte Mediziner
ist seit mehr als zehn Jahren Kunde in der
Werkstätte Günter Näumayr.
In seiner Freizeit ist er passionierter Golfer.


Herr Dr. Sedmik, Schuherhöhungen werden zum Ausgleich von Beinlängendifferenzen gemacht.
Wie ist Ihre persönliche Situation?
Bei meiner Beinlängendifferenz von 13 Zentimetern ist das Gehen mit Konfektionsschuhen nicht möglich.
Ich bin seit meinem dritten Lebensjahr auf orthopädisches Schuhwerk angewiesen.
Seither haben sich allerdings die technischen Möglichkeiten wesentlich verbessert.


Welche dieser Verbesserungen sind Ihnen besonders wichtig?
Das Material für die Schuherhöhung ist deutlich leichter geworden. Und das führt zu einem spürbar höheren
Tragekomfort. Früher hatte man immer das Gefühl, man schleppt einen Klumpen mit.


Gibt es aus medizinischer Sicht eine Alternative zum Ausgleich mittels orthopädischer Schuherhöhung?
Chirurgisch gibt es die Möglichkeit einer Verlängerungsoperation. Das würde allerdings einen längeren
Arbeitsausfall erfordern – und das ist für einen selbständig Tätigen wie mich nicht machbar.


Wie wichtig ist für Sie das äußere Erscheinungsbild?
Die Funktion sollte nicht auf Kosten der Form gehen. Ich möchte mich im Schuh auch wohl fühlen, das heißt,
ich möchte in Schuhen gehen, die auf den ersten Blick nicht als orthopädische Schuhe erkennbar sind.
Ich bevorzuge einen eher schlichten, eleganten, nicht zu auffälligen Schuh mit einer guten Passform. Funktion
und Schönheit sollen im Einklang stehen.


Und Ihr ganz individueller Geschmack?
Die Farbe Schwarz ist mir am liebsten, das ist gut mit der Kleidung kombinierbar.